St Margaret

Ähnlich wie bei St Agnes kamen wir zu St Margaret durch eine Versetzung einer uns bekannten Nonne.  Im August 2021 wurde Sister Jacky, eine Nonne aus St Agnes, in das Kinderheim St Margaret versetzt.  Sister Jacky war entsetzt über die Zustände dort und bat uns um Hilfe. Wir begannen mit einer privaten Initiative.

Das Foto entstand bei unserem Besuch im August 2022. Wir sind im ständigen Kontakt mit dem Kinderheim.

Über St Margaret

In der südlich von Manila gelegenen Region Laguna wurden über ein staatliches Umsiedlungsprogramm viele kleine Häuschen für ehemals wohnungslose Familien gebaut. Diese Menschen lebten vorher in Manila auf Friedhöfen, auf Verkehrsinseln oder – wie sie hier genannt werden – als „Batpeople“ unter Brücken.
Das Problem: In der neuen Region gibt es keine Industrie, keinen Tourismus, keine Arbeitsplätze. Auf den Philippinen gilt eine einfache Gleichung: keine Arbeit = kein Geld und kein Geld = kein Essen.
Die Familien haben nun zwar ein Dach über dem Kopf, doch viele hungern. Und in dieser Verzweiflung passieren Dinge, über die man eigentlich nicht sprechen möchte. Manche Eltern verkaufen ihre Kinder – sei es durch Prostitution oder das Filmen von Kinderpornografie. Für die betroffenen Kinder ist das Leid unvorstellbar.
Genau dort unterstützen wir seit Jahren ein Kinderheim, das sexuell missbrauchte Mädchen aufnimmt und sie während der Gerichtsprozesse begleitet. Zudem verteilt das Team an sechs Tagen pro Woche eine warme Mahlzeit an rund 1500 Menschen.
Die Mädchen bleiben meist so lange im Heim, bis der Täter im Gefängnis sitzt oder Verwandte gefunden wurden, die das Mädchen aufnehmen können. Doch die Warteliste für einen Platz im Heim ist endlos lang. Der Druck ist groß, die Mädchen schnell weiterzuvermitteln. Gleichzeitig ziehen sich Gerichtsprozesse oft über Jahre hin und Verwandte sind oft zu arm, um noch ein weiteres Kind aufzunehmen.
Wir unterstützen die Kinder, während sie im Heim sind und danach auch noch in einem Nachsorgeprogramm